Große Truhen – Ornament und Bildschmuck

Diese wunderschönen Holztruhen haben viele Stunden der Handarbeit benötigt. In Liebe zum Detail sind großartige Muster, Bilder und Schriften in das Holz eingebrannt worden oder aber auch graviert. Große Truhen wurden schon lange vor Schränken benutzt. Sie gelten als das älteste Verwahrmöbel überhaupt. Verschiedene Holztonfarben runden das Ganze ab und lassen die Truhe zu einer einmaligen Schönheit werden, welche an Wert sicher steigt.

 
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Große Truhen
 

Ornament und Bildschmuck

Dekorativ angereichert wurde vor allem die Frontseite. Oft haben sich in Museen nur diese Vorderwände erhalten. Im Mittelalter überwiegt das Maßwerkornament. Geschnitzte Reliefs, die als szenische Bildfelder die Truhenvorderwand füllen, sind vom späten 15. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts in Norddeutschland beliebt, auch wenn sie (wie durchweg) bürgerliche Aussteuertruhen waren, ist der Themenkreis biblisch, die nachreformatorischen Beispiele überwiegend alttestamentarisch. Ornamentale Dekorationen halten sich an bäuerlichen Möbeln (hier oft in Kerb- oder Flachschnitzerei) auch noch bis in spätere Zeit.

Ob bei reich ausgestalteten Truhen eine geschnitzte Szene die ganze Vorderfläche füllt oder die Darstellungen einer Felderteilung folgen und welche Dekorationsmotive bevorzugt werden, ist regional unterschiedlich. Schnitzwerk ist ein Kennzeichen norddeutscher Eichentruhen, süddeutsche Möbel wurden eher nur bemalt. Wenige Beispiele im Norden lassen erkennen, dass wenigstens ein Teil der geschnitzten Truhen auch farbig gefasst sein konnte. Im 18. Jahrhundert werden auch Truhen gern mit Marketerien (dekorativ geschnittenen Furnieren) überzogen.

Funktion und Gebrauch

Profane Truhen dienten nicht nur zur Aufbewahrung, sondern auch der Besitzsicherung. Bei einem Brand konnten sie mit ihrem kostbaren Inhalt schnell aus dem Haus geschafft werden und in der Regel waren sie auch mit Schloss und Riegel versehen. Geldkästen waren wohl ganz aus Eisenblech geschmiedet und mit Mehrfachriegeln und komplizierten Verschlüssen versehen. Auch die Zünfte waren vorsichtig: Die Amtsladen waren üblicherweise durch mehrere Schlösser gesichert, nur gemeinsam konnten die Zunftältesten den Kasten mit den Vermögenswerten der Korporation öffnen. Die geöffnete Lade der Zunft spielte eine wichtige Rolle bei ihren Amtshandlungen und Zeremonien.

Etwa im 17. Jahrhundert setzte sich in den Städten der Schrank als typisches Aufbewahrungsmöbel durch, die Truhe lebte dagegen vor allem in ländlichen Regionen fort. Truhen dürften auch als Sitzmöbel gedient haben, als Truhenbank sind sie mit einer Rücklehne ausgestattet.

Viele dieser Behältnismöbel waren bis ins 19. Jahrhundert Aussteuertruhen, in denen die Braut ihre Mitgift standesgemäß präsentieren konnte. In diesen Fällen sind Truhen manchmal mit Wappen, Namen und/oder Jahreszahl versehen. In großen Truhen befindet sich oft ein separat eingebautes Fach für kleinere Wertsachen, die sogenannte Beilade, manchmal noch ergänzt durch ein verdecktes Geheimfach. Im späteren 18. und im 19. Jahrhundert entstanden mitunter Mischformen zwischen Truhe und Kommode, bei denen etwa eine Truhe unten mit nach vorne zu öffnenden Schubladen versehen wurde, manchmal erhielt die Vorderseite sogar durch aufgeblendete (aber nicht zu öffnende) Schubladenfronten insgesamt das Aussehen einer Kommode.
Quelle Wikipedia / Truhe

 


 
Bilder „Große Truhen“ © Ayon`s Welt
 

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